Gedichte

Trost

 

Wenn der letzte Atem geht,

 

der Schlag des Herzens sanft verweht,

 

die Hände ihre Kraft verlieren

 

und Tränen unsere Haut berühren.

 

 

 

Wenn alle Energie entweicht,

 

die Seele wegfliegt, wolkengleich,

 

der Geist auf neue Reisen geht,

 

auch wenn niemand diesen Weg versteht.

 

 

 

Dann ist es Zeit „Lebwohl“ zu sagen,

 

und den Verlust nicht zu beklagen,

 

der Tod ist Teil des Lebenskreises,

 

auch wenn es schwerfällt, jeder weiß es.

 

 

 

Wohin auch immer wir einst gehen,

 

einmal werden wir uns wiedersehen,

 

am Ende dieser langen Reise,

 

dort lebt der Trost und flüstert leise.

 

Lebewohl

 

Gekommen sind wir heute alle,

 

um Dir „Lebewohl“ zu sagen.

 

Für uns ist dieser Weg nicht leicht

 

und dennoch müssen wir ihn wagen.

 

 

 

In unsrem Leben warst Du stets

 

an unsrer Seite jederzeit.

 

Warst für uns da, wenn wir Dich brauchten,

 

gabst uns immer treu Geleit.

 

 

 

Ab heute ist dies alles anders,

 

Du fehlst und wirst dies immer tun.

 

Doch Du hast Deine Pflicht erfüllt

 

und mögest nun in Frieden ruhn.

 

 

 

Wir wissen, Du bist weiter da,

 

Du gibst uns Kraft, Du gibst uns Mut,

 

und so geht unser Leben weiter,

 

wir wissen, es ist alles gut.

 

Vergessen

Die Sonne versinkt rot im Berg

 

Ach wenn doch heute gestern wär,

 

„Vermissen“ ist ein starkes Wort,

 

doch trägt es meine Seele fort.

 

 

 

„Wo bist Du?“, frage ich mich morgens,

 

„Wann kommst Du?“, rufe ich dann abends.

 

mich Deine Antwort nie erreicht

 

und so wird mir mein Herz dann weich.

 

 

 

Werden wir uns wiedersehen?

 

Werde ich einst im Wind verwehen?

 

Wirst Du dort freudig auf mich warten?

 

Werden wir uns schöne Dinge sagen?

 

 

 

Es ist die Hoffnung, die mich treibt.

 

Sie sagt mir, es wird alles gut.

 

Und so blicke ich nach Vorne,

 

im Geiste frei, im Herz voll Mut.

 

Leben und Tod

 

 

 

Das Herz voll Liebe,

 

Das Herz voll Glück,

 

doch auch voll Trauer –

 

Stück für Stück.

 

 

 

Der Geist voll Freiheit,

 

Der Geist voll Weisheit,

 

doch auch voll Leid –

 

im Lauf der Zeit.

 

 

 

Die Seele voll Mut,

 

Die Seele voll Dank,

 

der Körper ist müde –

 

erwartet nun Güte.

 

 

 

Es beginnt nun die Reise

 

zur ewigen Sphäre,

 

dort wirst uns Du erwarten,

 

ach wenn´s heut doch schon wäre.

 

Abschied

 

Aus dieser Welt bist Du gegangen,

 

kein Weg führt nun zurück hierher.

 

Unser Herz fühlt sich gefangen,

 

denn ist es unermesslich schwer.

 

 

 

So lange warst Du Teil von uns,

 

warst immer da um uns herum.

 

Du hast uns stets so viel gegeben,

 

Dein Leben war auch unser Leben.

 

 

 

Wir suchen Trost in all den Dingen,

 

die wir mit Dir teilen durften.

 

Erinnern uns an schöne Zeiten,

 

die Dich am Ende treu begleiten.

 

 

 

Du gehst nun, oder bist schon fort,

 

lebst jetzt an einem andren Ort,

 

dort bist Du frei von Schmerz und Qual,

 

ganz sicher war´s die Seelen-Wahl.

 

 

 

Stumm stehen wir an Deinem Grab,

 

wir sagen „Lebewohl“ für immer.

 

Viel Glück auf Deiner neuen Reise,

 

auf dass der Mond den Weg Dir weise.

 

 

 

Wir sind uns sicher, das ist klar –

 

ein Teil von Dir ist weiter da,

 

in unsrem Herzen wirst Du bleiben,

 

für immer und für alle Zeiten.

 

Parolen

 

Verworren sind die wilden Tage,

an denen jeder laut nur brüllt.

Es wird erwartet das Versagen,

das jedermann die Würde nimmt.

 

Die Masse gibt die Richtung vor

Und folgt sich selbst voll blinder Wut.

Sie alle in den Abgrund reißt,

denn fehlt es allerorts an Mut.

 

Wir sehen Hass in den Gesichtern,

er tötet jedes Lächeln gleich,

das Ganze ist nur allzu leicht

mit den Parolen schrecklich seicht.

 

Was bleibt ist Panik und Verzweiflung,

das Ende dieser Welt ist nah,

glaubt doch nicht alles was man ruft,

die Menschheit bleibt nun einmal dumm.

Das Vöglein

 

Vöglein, singst so schön und klar,

dabei droht Dir die Winterkälte.

Warum nur bleibst Du hier und da,

statt in den Süden zu entfliehen.

 

Du schenkst mir Freude, schenkst mir Kraft,

wenn die Tage kürzer werden.

Sitzt am Fenster mir ganz nah,

wunderschön, so rein und klar.

 

Denkst an mich, wenn´s niemand tut,

singst für mich und gibst mir Mut,

zeigst mir, dass in dieser Welt,

niemand je  alleine fällt.

 

Sollte ich jemals verschwinden,

reisen mit den Himmelswinden,

an jenen Ort – das Paradies,

nehm´ ich Dich mit, versprech´ Dir dies.

Firmament

 

Leidvoll blicken all die Sterne,

die das Firmament bewohnen,

hinab auf diese eine Welt,

über der sie prachtvoll thronen.

 

Sie tun dies schon seit Urgezeiten,

erleuchteten die Dunkelheit,

als weder Pflanzen oder Tiere

existierten – weit und breit.

 

Viel haben sie mitangesehen,

mal voll Trauer, mal voll Freude,

bewundert wie das Leben wuchs,

vorgestern, gestern und auch heute.

 

Nun jedoch ist alles anders,

der Mensch bevölkert diese Welt,

er macht mit ihr was ihm gefällt,

die Macht in seiner Hand er hält.

 

Er kümmert sich um nichts und niemand,

er düngt den Boden nur mit Blut,

Leben ist ihm nicht mehr heilig,

die Triebfeder ist seine Wut.

 

Von Frieden ist nichts mehr verblieben,

die Wunder wurden abgeschafft,

Düsternis ersetzt das Licht

und dennoch hört man, wie er lacht.

 

Voll Grausamkeit und Eigennutz,

voll Bosheit und voll Niedertracht,

verbittert ohne Zuversicht

ergibt er sich der ewigen Nacht.

 

Den Sternen bleibt nun keine Wahl,

sie müssen all das miterleben,

ihr Herz zerreißt so voller Qual,

man kann sogar die Tränen sehen.

 

Was bleibt ist einzig ihre Hoffnung,

dass diese Spezies, dieser Mensch,

erfährt, was wirklich wichtig ist

und seine Rolle selbst erkennt.

 

Doch sollte dies niemals geschehen,

werden all die goldenen Sterne,

am Firmament ganz still vergehen,

denn können sie dies nicht verstehen.

Früher war alles besser

 

Vor langer Zeit, vor Hieroglyphen,

man konnte noch die Welt genießen.

Sie war ganz sauber, still und leer,

doch hatt man Pech, kam halt der Bär

und fraß einen, ohne zu fragen,

so toll war’s doch nicht in früheren Tagen.

Blind

 

Und wieder schließen wir die Augen,

drehen uns Weg vor Angst und Leid,

bauen Mauern, bauen Zäune,

es regiert nur noch der Neid.

 

Wir hören nicht die wehen Klagen,

wir wollens nicht aus Eigenschutz,

stattdessen mähen wir den Rasen

und waschen gründlich unsere Wagen.

 

Was berühren uns Probleme,

die uns selbst gar nicht betreffen?

Es geht uns gut, was wollen wir mehr,

dabei die andern wir vergessen.

 

Wenn Menschen weinen, Kinder sterben,

wenn wir den Kopf ganz schnell wegdrehen,

dann schüren wir nur neue Wut,

doch was soll´s – es geht uns gut.

Herzensmut

 

Was hilft es, sich der Angst zu beugen,

zu zittern und voll Furcht zu sein?

Lebt es sich auf Knien besser,

gemeinsam oder auch allein?

 

Warum rennst Du fort von allem,

stellst Dich nicht dem, was da kommt?

Irgendwann wirst Du nur stolpern,

dann wirst Du fallen ganz schön prompt.

 

Schon wieder schließt Du Deine Augen,

vor allem, was um Dich geschieht!

Was hilft Dir da der blinde Glauben,

wenn dieser sich in Dir verliert?

 

Ich habe es genau gesehen,

Du opferst andre für Dein Wohl!

Findest dafür gute Gründe,

doch Deine Phrasen klingen hohl.

 

Nimm ihn, den Mut, aus Deinem Herzen,

er wohnt dort und erwartet Dich,

mit ihm wirst Du das Leben meistern,

als Feigling gelingt dies sicher nicht.

Dunkle Seite

 

Dämonen aus der Finsternis,

bleibt mir fern, ich brauch Euch nicht.

Mein Blick ist klar und unverklärt,

auch wenn er sich am Guten nährt.

 

Hinfort mit Euch Ihr dunklen Seelen,

ich kann und will es nicht verhehlen,

will nichts mit Euch zu tuen haben,

mich nicht gemeinsam mit Euch laben.

 

Zieht Euch zurück in jene Tiefen,

aus denen Euch so manche riefen,

um schnell an jedes Ziel zu kommen,

habt Ihre Herzen übernommen.

 

Lasst mich der sein, der ich bin,

frohen Mutes, frei im Sinn,

werde mich stets an Lichte halten

und trotze so Euren Gewalten.

Das Ende

 

Am Ende naht die Dunkelheit,

kaum einer ist für sie bereit,

wenn ihre Wolken zu uns ziehen

und wir an Lebenskraft verlieren.

 

Wir wollten nie Gedanken haben,

an das was kommt, an jenen Tag,

an dem das Leben aus uns weicht,

Verdrängung war dafür zu leicht.

 

Auf einmal ist er dann ganz nah –

der Abschied winkt uns zu sich her,

wir denken an all das, was war

und doch bleibt Klarheit uns verwehrt.

 

Zu Gehen sind wir nicht bereit,

wir wollen nicht das Totenkleid,

trotz allem bleibt uns keine Wahl,

uns schlicht zu weigern, wär fatal.

 

Lass los in diesem Augenblick,

nenn es Schicksal, nenn es Glück,

sei dankbar für dein ganzes Leben,

nur dann war dieses nicht vergebens.

Ein Freund

 

Ein Freund ist da,
auch wenn man fällt,
erkennbar daran,
dass er hält,
zu Dir in jedem Augenblick,
vielleicht nicht immer mit Geschick,
doch stets voll Freundschaft,
sie gibt Kraft,
sie ist es, die das Band ausmacht,
das zwischen Dir und Ihm besteht,
gemeinsam Ihr den Weg begeht,
auf dem das Leben täglich stellt,
die Probe, die das Schicksal wählt.

Traumwelt

 

Ein Vogel singt – weit in der Ferne –

musst ihn nicht sehen, musst ihn nur hören.

Sein Klang erinnert an die Sterne,

zu ihnen würden wir gern gehen.

 

Die Phantasie beginnt zu tanzen,

im Takt der Träume unsrer Wünsche,

es freuen sich Tiere und selbst Pflanzen,

im See plantscht fröhlich eine Nymphe.

 

Auf einmal fliegen wir dorthin,

wohin uns die Gedanken tragen,

ganz frei ist unser Geistessinn,

die Seele will sich an ihm laben.

 

Dann sind wir da an unserem Ziel,

die Schönheit herrscht hier fair und gleich,

nichts andres mir je so gefiel,

mein Herz und Geist sind gleichsam reich.

Am Ende

 

Am Ende naht die Dunkelheit,

kaum einer ist für sie bereit,

wenn ihre Wolken zu uns ziehen

und wir an Lebenskraft verlieren.

 

Wir wollten nie Gedanken haben,

an das was kommt, an jenen Tag,

an dem das Leben aus uns weicht,

Verdrängung war dafür zu leicht.

 

Auf einmal ist er dann ganz nah –

der Abschied winkt uns zu sich her,

wir denken an all das, was war

und doch bleibt Klarheit uns verwehrt.

 

Zu Gehen sind wir nicht bereit,

wir wollen nicht das Totenkleid,

trotz allem bleibt uns keine Wahl,

uns schlicht zu weigern, wär fatal.

 

Lass los in diesem Augenblick,

nenn es Schicksal, nenn es Glück,

sei dankbar für dein ganzes Leben,

nur dann war dieses nicht vergebens.

Der Weg ins Paradies

 

Was sollen all die lauten Bomben,

glaubt Ihr denn, man hört Euch nicht,

wenn Ihr vernünftig mit uns redet

von Angesicht zu Angesicht?

 

Was sollen all die harten Salven

aus Euren Waffen, kalt und tot?

Ganz sicher wird Euch das nicht helfen,

stattdessen bringt es nur mehr Not.

 

Was sollen jene Hass-Gebete,

die Ihr plärrt an jedem Tag?

Egal für welchen Gott Ihr sprecht,

glaubt nicht, dass er dies Handeln mag.

 

Ihr tut es nicht für Euren Gott,

Ihr handelt nur für Euch allein,

Ihr fühlt Euch mächtig und besonders,

doch wird Gewalt nie Macht verleihen.

 

Den Weg, den Ihr so strikt bestreitet,

führt Eure Seelen nicht ans Ziel,

im Paradies will man Euch sicher

nicht haben. Niemals. Niemals. Nie.

 

Der Narziss

 

Er tut nur das, was er selbst will.

Die andren interessieren ihn nicht.

Zu keiner Zeit ist er je still.

Er stellt sich stets ins beste Licht.

 

Wiederspruch - den kennt er nicht,

weil jeder schmeichelt und umgarnt.

Gern lacht er Dir laut ins Angesicht,

hinterrücks er Dich vernarrt.

 

So mancher will ihm gut gefallen,

vergessen ist der eigne Stolz,

dabei sie darauf stur beharren,

Selbstverleumdung? – Ach, was solls!

 

Er beleidigt gern und oft,

jeden, der ihm nicht gefällt,

für ihn zählt nur die eigne Meinung

und dass er immer Recht behält.

 

So manche Träne ist geflossen,

wegen dieses einen Menschen,

wahrscheinlich hat er´s noch genossen,

auf jeden Fall kann´s ihn nicht bremsen.

 

Er wird sich sicher nicht verändern,

nicht heute und auch morgen nicht,

vom hohen Ross kommt er nicht runter,

ruft dabei laut ICH! ICH! ICH! ICH!

 

Sie nicht so blöd, ihm nachzugeben,

Dich zu verbiegen und zu brechen,

warum sollst Du auf Knien leben,

nur weil dieser Mensch das wünscht?

 

Es ist Dein Leben und nicht seins.

Was kümmert da schon gleiches Blut,

s´ist höchste Zeit für viele NEINS,

dazu brauchst Du nur endlich Mut.

Die Macht der Dämlichen

 

Was tönt Ihr so mit lauten Worten?

Wollt Ihr etwa Eindruck schinden?

Stachelt Ihr voll Hass und Wahn

die dummen, ignoranten Horden?

 

Wollt Ihr Blut zum fließen bringen?

Wollt Ihr, dass die Waffen singen?

Wollt Ihr Tod und Leid verschenken?

Wollt Ihr jeden Geist verblenden?

 

Seid Ihr klug oder nur böse?

Diabolisch, grausam, tödlich?

Seid Ihr göttergleiche Wesen?

Oder seid Ihr einfach dämlich?

 

Eure Lippen ziert ein Lachen,

es wirkt wie bös gefletschte Zähne,

Ihr fühlt Euch großartig und fein,

es wird dem Chaos Macht verleihn.

Der Sensenmann

 

Es kennt ein jeder Deine Macht,
Du wirst gefürchtet nah und fern,
nur geflüstert wird Dein Name,
sehen tut Dich keiner gern.

 

Dich umgibt die Dunkelheit,
der Raabe gibt Dir treu Geleit,
scharf ist die Waffe, die Du trägst,
so vielen Leben bringt sie Leid.

 

Schwarz ist Deine Lieblingsfarbe,
aus ihr besteht auch Dein Gewand,
es verhüllt Dich ganz und gar,
als ob der Schatten, Dich entsandt.

 

Über den Teufel musst Du lachen
und auch über Bibel-Reiter,
das Wasser kann Dir keiner reichen,

Du bist des Todes Wegbereiter.

 

Und doch meinst Du es nicht böse,
es ist der Auftrag, dem Du folgst,
Du erfüllst nur Deine Pflicht,
wenn Du die Seelen zu Dir holst.

 

Die Menschen missverstehen Dich,
Leid willst Du Ihnen niemals bringen
und doch weißt Du die eine Sache:
ein jedes Lied muss mal verklingen.

 

Darum lasst uns die Angst ablegen,
die Angst davor, was einmal kommt,
es ist das Hier und jetzt, das zählt
und das der Lebensmut belohnt.

 

Vielleicht sind wir dereinst bereit,
dem schwarzen Mann die Hand zu geben,
selbstsicher gibt er uns sodann
Geleit in unser nächstes Leben.

Feigheit


Schräge Blicke, leise Worte,
Geläster von der wilden Sorte,
das Ziel ist Ihnen nicht so wichtig,
Ihr Handeln niemals wirklich listig.

Es sind nicht einer oder zwei,
sind ganze Gruppen – Einheitsbrei,
sagen das, was andre brüllen,
das Leid sie dabei kühn verhüllen.

Sie nutzen jedes Mittel, das
der Führer heute mitgebracht,
mal sind es Worte, mal Gewalt,
Ihr Gedankengut ist immer alt.

Sie kennen eine Sache gut,
die Angst und Ihren bösen Fluch,
sie ist ihr Stärkstes Instrument,
mit dem man plump die Massen lenkt.

Und eben jene Angst ist es,
die alle Menschen schweigen lässt,
für die ihr eignes Wohl nur zählt,
die Wahrheit wird hier stumm verhehlt.

Die Chronik aller schlimmen Dinge,
die diese Welt zur Hölle macht,
wird immer länger, immer breiter,
wenn Mut im Handeln nicht erwacht.

Kalter Krieg

 

Kalter Rauch nimmt weite Sicht –
verdrängt Gedanken, Wünsche, Träume.
Einen Ausweg gibt es nicht,
tot fällt das braune Blatt vom Baume.

Es brennt noch immer irgendwo -
und wenn nicht dort dann andernorts,
manch einer sagt „das ist halt so“,
so leicht begründet man den Mord.

Die Augen tränen nicht vor Trauer,
sie ist längst im nirgendwo.
Totengräber sind die Bauern,
doch nicht mal sie sind wirklich froh.

Niemand vermisst mehr die Freiheit,
das Wissen um sie ist vergangen,
stattdessen nimmt man Seelenleid
und ist in ihr ganz schnell gefangen.

Was ist geschehen mit dieser Welt?
Was wird wohl das Morgen bringen?
Was kann ein Mensch allein bewegen,
außer Todeslieder singen?

Wenn Rot die Tagesfarbe ist,
so leicht lässt sich die Erde färben,
ein jeder dann sogleich vergisst,
es ist nicht nötig jetzt zu sterben.

Die Hoffnung lebt in jedermann,
in jeder Seele gibt´s Moral,
die anderen sind nie egal,
auch wenn die Oberen so tun.

Der Schlüssel ist allein in Dir,
Du kannst ihn nutzen, ihn verwenden,
sag, was Du für richtig hältst,
nur so lässt sich all das beenden.

Das Unbekannte


Nebelschwaden ziehen durchs Land,
sie bringen nur das Ungewisse.
Sie machen vielen Menschen Angst,
Angst vor den Geheimnissen.

Menschen wollen alles wissen,
ohne Antwort sind sie nichts,
dabei wird allzu schnell vergessen,
wie schön die Überraschung ist.

Welchen Sinn macht dieses Leben
ohne die Mysterien,
die uns Gründe dafür geben,
neugierig in die Welt zu sehen.

Lass dich fallen, lass Dich treiben,
öffne mutig Herz und Geist,
freu Dich an neuen Dingen,
damit die Welt Dir Kraft verleiht.

Fremdenhass

 

Wenn allein das ICH nur zählt,
dann haben wir den Weg erwählt,
der uns ins Land der Kälte führt,
wo Hass das eisige Feuer schürt.

Die anderen, sie sind nicht wie wir,
sind voll bis ohenhin mit Gier
und wollen das, was wir selbst haben,
sie betteln nur um milde Gaben.

Das stimmt, sie wollen nur das eine,
dabei gehört uns das alleine,
wie dreist können sie nur sein,
das können wir niemals verzeihen.

Wie können Sie es einfach wagen,
hierherzukommen ohne Fragen
und  zu fordern was sie wollen,
sie schöpfen doch nur aus dem vollen.

Wie dumm sind wir, wenn wir so denken
und einzig plumpe Hetze schenken,
jeden Gast vom Hofe jagen,
aus Angst sie könnten unsrem Stile schaden.

Von Menschlichkeit gibt’s keine Spur,
aus Dummheit stellen wir uns stur,
verlieren uns in Fremdenhass,
bis wir einst brauchen, eben das.

Freiheit ist das höchste Gut,
zugleich mit Sicherheit und Mut
auf Hoffnung für ein neues Leben,
s´st unsre Pflicht, all das zu geben.

Blöder als die Blöden

 

Wer gleicher ist, als andre gleich sind,
wer reicher ist, als andre reich sind,
wer besser ist, als andre toll sind,
wer heißer ist, als andre heiß sind.

 

Wer immer glaubt, der Held zu sein
an der Spitze ganz allein,
der ist vor allem eins bestimmt:
viel blöder als die andren blöd sind.

Der Blubbermann

 

Wenn Du schreist,
dann holt er Dich.
Zieht Dich zu sich
In seine Welt.

 

Wenn du mal wieder böse bist,
nicht auf das hörst, was Mutter spricht,
dann wird es wirklich fürchterlich,
denn dann kommt er zu Dir, Du Wicht.

 

Sei lieber leise und ganz brav,
hör auf das, was Mutter sagt,
dann bist Du heute noch nicht dran,
wirst nicht geholt vom Blubbermann.

Ohne Worte

 

 

Es sind nicht immer Worte nötig,
wir existieren auch ohne sie.
Auch wenn man uns einmal nicht hört,
so sind wir dennoch Teil der Welt.

 

Wir müssen nicht laut rufen, damit
uns andere erkennen.
Das einzige, das wirklich zählt,
ist, dass wir zu uns selber finden.

 

Die Seele braucht die Sprache nicht,
zumindest nicht die laute Sorte.
Sie weiß, was für uns wichtig ist,
sie blickt hinter das Angesicht.

 

Stille vermag es auch zu heilen,
die Wunden, tief in unsrem Herzen,
behutsam geht sie dabei vor,
vertreibt erfolgreich alte Schmerzen.

 

Sei einfach einmal still und leise,
lausche auf die Welt um Dich,
schließ Deine Augen, finde Frieden,
denn laute Worte braucht es nicht.

Herzensdinge

 

Was ist, wenn unsere Gefühle
echt sind und doch unverstanden?
Sollen wir die Wahrheit ändern,
die unsere Taten täglich schreiben?

 

Was ist, wenn unsere Gedanken
auf einmal falsch sind und voll Irrtum?
Sollen wir sie hinterfragen,
nur um uns brav und leise fügen?

 

Was ist, wenn unser Seelenleben
nicht mehr weiß, wie es ihm geht?
Sollen wir die Antwort suchen,
bevor im Winde sie verweht?

 

Was ist, wenn wir anders sind
und anders denken, anders fühlen?
Wenn wir andere Worte finden,
um zu beschreiben, was wir spüren?

 

Was ist, wenn wir lieben wollen,
um unser Glück in dem zu finden,
der wie wir selbst nach Freiheit strebt,
obwohl man sich im Wege steht?

 

Wie kann es sein, dass wir dem Menschen,
dem wir alles geben wollen,
doch irgendwie nur Unglück schenken
und auch uns selbst zum Weinen bringen?

 

Wir werden keine Antwort finden
Auf diese Fragen unseres Herzens,
manchmal müssen wir verstehen,
dass Augenblicke still vergehen.

Scheinheilig

 

Oh, wie sind wir alle gut,
voll Moral und Herz und Mut,
wir wissen schon, was richtig ist,
die Sitte ist es ganz gewiss.

 

Was sollen all die Lebensweisen,
die Menschen wählen – unbescheiden,
was bilden die sich bitte ein,
dabei haben die doch gleich zu sein!

 

All jene freien Weltengeister
wollen uns nur die Freiheit nehmen
und unsre alte Traditionen,
aufs böswilligste pur verhöhnen.

 

Lasst das nicht zu, denn wir sind besser,
überhaupt sind wir die Moral-Retter,
der Zeitgeist soll und darf nicht siegen,
vor unsrem Gott hat er zu knien.

 

Dieser ist, das ist doch klar,
männlichen Geschlechts, ach ja,
und weil wir grade dabei sind,
die Frau, sie hütet Herd und Kind.

 

Und wenn ein jemand anders ist,
weil Konformismus ihn zerfrisst,
so hat er still und leis zu sein,
das „Anders-sein“, wir nicht verzeihen.

 

Am Abend wenn das Werk getan -
wir zu Kind und Kegel fahren -
und vor dem Spiegel Dank aussprechen,
sind wir von Heiligkeit besessen.

Wegsehen

 

Was ist geschehen mit der Welt,
die jeden Tag so düster scheint,
wie kann sie es nur ertragen,
dass jedermann im Takte weint.

 

Was ist geschehen mit der Zeit,
in der so viele sich verlieren?
Sie glauben, dass es Macht verleiht,
wenn sie stets nach noch mehr gieren.

 

Was ist geschehen mit dem Leben,
dass es so viel wie nichts mehr zählt,
für die die an der Spitze stehen
mit ihren Säbeln scharf gestählt?

 

Was ist denn nur mit uns geschehen,
dass wir vor allen schlimmen Dingen
einfach nur die Augen schließen,
so wird die Zukunft nicht gelingen.

Toleranz

 

Was denkt Ihr über Nachbarn nach,
habt Ihr denn kein eignes Leben?
Flüstert hinter ihren Rücken
und lebt nach außen brav das Leben.

 

Warum verurteilt Ihr all jene,
die anders sind, als Ihr es seid?
Gönnt allen Menschen doch das Gleiche,
dadurch entsteht keinem ein Leid!

 

Warum verwehrt Ihr Ihnen Rechte,
die Ihr für Euch selbst verlangt?
Sprecht ganz laut von Frömmigkeit,
habt Euch in dem Begriff verrannt.

 

Seid Ihr besser als die anderen?
Ist Eure Seele denn mehr wert?
Seid Ihr wirklich so verblendet?
Spricht Euch die Dummheit aus dem Herz?

 

„Es war schon immer so“, sagt Ihr,
deshalb scheut Ihr Veränderung,
doch was nützt uns unser Leben,
wenn alles stets beim Alten bleibt?

 

Warum habt Ihr Angst zu wachsen
und Euren Horizont zu dehnen,
seid Ihr so von Furcht zerfressen,
müsst Ihr die Wirklichkeit stets verhehlen?

 

Wenn Ihr dann die Welt verlasst,
auf das zurückblickt, was einst war,
wollt Ihr ein buntes Leben sehen,
oder mögt Ihr monoton?

 

Wir alle sind im Herzen frei,
das zu tun, was es uns rät,
warum sollten wir uns verstellen,
es ist die Vielfalt, die belebt.

 

Toleranz und Akzeptanz
sind es, die dafür sorgen werden,
dass wir uns selbst nach vorn bewegen
und unsre Zukunft offen leben.

Ewige Jugend

 

Lasst uns niemals älter werden,
auf ewig jung und voller Kraft,
denn älter werden, heißt zu sterben,
ein Kindsgesicht, das immer lacht.

 

Lasst uns nie erwachsen werden,
denn erwartet und dort nichts,
was besser ist als unsre Jugend,
nur Falten blühen im Angesicht.

 

Lasst uns niemals träge werden,
wir wollen hüpfen und uns freuen,
Alter ist niemals gerecht,
die große Zahl wir panisch scheuen.

 

Lasst uns niemals weise werden

und unsre Seele glücklich sein,
verdrängen, wer wir wirklich sind,
auf ewig jung sein, ist nur Schein.

Der Narr

 

Die Wahrheit fließt in Löffeln rein,
gefressen wird dabei der Schein,
der nach außen glanzvoll wirkt
und nach der Seele ruchlos giert.

 

So mancher weiß es einfach besser,
sie sind die wahren Weltenretter,
Unfehlbarkeit ist ihre Stärke,
auf dass ihr Dasein Mythos werde.

 

Vielleicht nicht heute oder morgen,
doch irgendwann wird es geschehen,
wenn zu viel heiße Luft entweicht,
kann keine Blase lang bestehen.

 

Dann wird sie irgendwann zerplatzen,
der neunmal Kluge laut  verliert,
vielleicht wird er es dann begreifen:
Ein Narr ist der, der niemals irrt.

Der Zauber dieser Welt

 

Es ist der Zauber dieser Welt,
der in jeder Faser steckt,
den man überall erkennt,
wenn man den Kopf gen Himmel streckt.

 

Es ist die Freude dieses Lebens,
die uns vorantreibt und uns lenkt,
die wir zu oft nicht erkennen,
dabei wird sie uns doch geschenkt.

 

Es ist die Freiheit die uns ruft,
die wir doch meistens überhören,
weil wir in dieser lauten Welt,
uns manchmal an dem Flüstern stören.

 

Es ist die Phantasie, die lebt,
in unsren Herzen und Gedanken,
sie ist es, die niemals vergeht,
für Dich will ich mich nun bedanken.

Normativ

 

Konform seid Ihr, konform, Ihr Narren!
Habt Ihr denn kein Ohr und Auge?
Tut, was man von Euch erwartet,
ohne auch nur nachzudenken

.

Normativität ist es,
die Euer Leben taktvoll lenkt,
seid Ihr wirklich blind geboren
oder wurdet Ihr es erst?

 

Gleich mach Ihr Euch, gleich, wie alle,
kein Unterschied besteht dann mehr,
taub für jeden Geistesblitz,
der nicht stupiden Normen folgt.

 

Warum verkauft Ihr Eure Seele?
Sie ist der Quell für Lebensmut,
gebt Ihr sie einfach so verloren,
wird nichts im Dasein wirklich gut.

 

Nepal

 

So viele Tote, so viel Leid -
das Leben trägt sein Schattenkleid,
wenn tausend Stimmen plötzlich schweigen,
scheint nichts mehr so wie einst zu bleiben.

 

Verzweiflung tief im Innern wächst,
die niemanden mehr schlafen lässt,
der mit offenen Augen sieht,
wie Glück im wilden Wind verweht.

 

Doch lasst die Trauer jetzt nicht siegen,
die dunkle Macht in Freude wiegen,
stattdessen lasst uns Hoffnung wagen,
auch jetzt nicht einfach zu verzagen.

 

Abschied ist ein anderes Wort
für Neuanfang an jedem Ort,
an dem der Tod auf Leben trifft,
so lang´ man kein Gesicht vergisst.

Frühling

 

Frühling, Land der weißen Waden,
die aus ihren Höhlen kriechen,
lange sahn´ sie keine Sonne
und wollen trotzdem nackig gehen.

 

Frühling, Land der Arschgeweihe,
die wie frische Knospen sprießen,
kämpfen sich durch dünne Hemden,
ihr Dasein zeugt von großem Stile.

 

Sommer, bitte, komm ganz schnell,
mach Waden braun und sorg dafür,
dass Arschgeweihe schnell verbrennen,
denn gehörn´ sie NUR auf´s Tier.

Der letzte Gruß

 

Nebelschwaden ziehen herbei,
verdunkeln alles Tageslicht,
die Sonne schien einst ach so frei,
heute gelingt ihr dieses nicht.

 

Dunkelheit bringt Kälte mit,
so zieht sie in alle Glieder,
wo ist sie hin, die Herzenswärme,
sehen wir sie jemals wieder?

 

Die Vögel hören auf zu singen,
sie sind geflohen, wenn sie konnten,
ihr Fehlen macht uns eines klar,
es lässt den Abschied uns verkünden.

 

Es ist die Angst, die nun regiert,
die Furcht vor allem Unbekannten,
wohin wird diese Welt verschwinden,
der Teil der Welt, den wir nur kannten.

 

Ist diese Lücke schnell zu füllen?
Wird der Schmerz alsbald verschwinden?
Werden auch wir zur Dunkelheit
und in uns selbst dadurch erblinden?

 

Es bleibt uns nur die eine Sache,
der Glaube an die Hoffnung selbst,
die uns durch jeden Schatten trägt,
sei dieser Schatten noch so grell.

 

Die Zuversicht ist immer da,
manchmal flüstert sie ganz leise,
ist wie ein Licht im Nirgendwo,
erhellt den Weg auf unsrer Reise.

 

Wir müssen uns daran erinnern,
dass diese Reise auf uns wartet,
Unsterblichkeit, sie gibt es nicht,
dafür ist die Natur zu weise.

 

Nehmt Abschied, tut dies nicht voll Wehmut,
sagt “Lebewohl” mit einem Lächeln,
denn ist dies die schönste Art,
ein Leben niemals zu vergessen.

 

Man sieht sich wieder – irgendwann,
ob gestern, heute oder morgen,
auch wenn den Ort wir noch nicht kennen,
den liegt er für uns gut verborgen.

 

Lasst Tränen fließen, es ist wichtig
dies zu tun, um loszulassen,
doch lasst die Trauer endlich sein,
der Augenblick der darauf folgt,

wird uns dann neue Kraft verleihen.

 

Die dunklen Wolken ziehen weiter,
die Sonne bahnt sich ihren Weg,
ich stehe da, mit einem Lächeln
und einer Träne, die vergeht.

Gotteskrieger

 

Ist es Glaube?
An den einen.
Ist es Hass?
Auf jedermann.
Ist es Treue?
Zu der Herrschaft.
Ist es Wut?
Die alles kann.

Ist es Hunger?
Nach der Macht.
Ist es der Wunsch?
Nach Grausamkeit.
Ist es der Blutdurst?
Der gestillt wird.
Ist es Angst?
Allein zu sein.

Ist es das Feuer?
Das uns auffrisst.
Ist es die schwarze Macht?
In uns.
Ist es die Seele?
Die uns ausmacht.
Ist es der Verstand?
Der zählt.

Warum tuen Menschen Dinge
aus Gründen, die keiner versteht?
Warum schieben Sie´s auf Gott,
statt einfach einmal zugegeben,
dass nur Ihr Drang nach Bosheit zählt,
nur der Wunsch nach Grausamkeit,
einzig die Gier nach bösen Taten,
ihnen Ihre Macht verleiht.

Sieht man allein all jene Dinge,
die Wirklich hinter Taten stehen,
verliert das Grauen seine Macht
und lässt die Dummheit bald verwehen.

Weltenworte

 

Die Welt ist schön,
drum greif nach ihr,
halt sie ganz fest,
sie ruft nach Dir.

 

Sie sagt „Genieße jeden Tag,
egal, was er auch bringen mag.
Lache, Weine, Fühle, lebe,
als wenn das Morgen, es nicht gäbe.“

 

Höre auf die weisen Worte,
denn sind sie von der guten Sorte,
Dein Herz sagt Dir, was wichtig ist,
und zeigt Dir, wer Du wirklich bist.

Schlaflied

 

Schlafe, liebes Kind, oh Schlafe,
Deine Träume warten schon.
Sie zeigen Dir ganz neue Welten,
mit Zauberwesen schön und rein.

 

Schlaf nun ein, mein Kind, schlaf ein,
die Phantasie wird Dich begleiten,
auf Deiner Reise durch das Land,
in dem die Elfen Glück verbreiten.

 

Komm, mein Kind, ich deck Dich zu,
damit es warm und kuschelig ist,
als würdest Du auf Wolken schlafen,
die mit Dir diese Welt erkunden.

 

Morgen früh werd ich Dich wecken,
darauf kannst Du Dich verlassen,
dann will ich hören wie es war,
im Land der Träume voller Frieden.

Gedankenspiel

 

 

Gedanken fliegen leicht davon,
sind schneller als der stärkste Wind.
Sie festzuhalten ist die Kunst,
eine, die nicht oft gelingt.

 

Träume platzen allzu rasch,
bevor wir sie erleben können.
So sehr wir uns dann auch bemühen,
sie sich im nirgendwo verlieren.

 

Wie Seifenblasen wirkt all das,
was wir als Phantasie verstehen.
Unverwüstlich und doch zart,
nobel und zugleich vergänglich.

 

Oft ist es unsre Achtsamkeit,
die uns fehlt aus dummen Gründen,
weswegen wir nicht sehen können,
was unsren Herzen Freude macht.

 

Es sind Gedanken, die uns tragen,
durch die Welt an jedem Tag.
Die unsre Träume wachsen lassen
und unsre Phantasie beleben.

 

Dabei verlangen sie nicht viel,
einzig, dass wir ihnen schenken,
ein klein wenig unsrer Zeit,
um den Gedanken zu beenden.

 

Jahreszeiten

 

Lausche der erhabenen Musik,
wenn Flocken auf die Erde fallen,
ein jeder Zweifel dann versiegt,
so lässt die Welt es sich gefallen.

 

In den Himmel blicken wir,
Kristalle schmelzen auf der Haut,
vollkommen sind wir jetzt und hier,
die Phantasie den Schneemann baut.

 

Wir schließen selig unsre Augen,
von Schönheit träumen wir sogleich,
erinnern uns, wie wir einst schauten,
gefroren ist der ruhige Teich.

 

Im Kreise drehen wir uns gern,
wir betten uns in Watte, weich,
es existiert kein lauter Lärm,
das Leben scheint so spielend leicht.

 

Den Engel malen wir im Schnee,
wohl wissend, dass er bald verschwindet,
voll Glück erwarten wir den Klee,
den jemand sich ins Haar dann bindet.

 

Egal ob Winter, Frühling, Herbst,
oder ob der Sommer lacht,
die Jahreszeit trägst Du im Herz,
die Welt ist so, wie Du sie machst.